deutsch english pусский العربية 中國的  
Produktübersicht


Kontakt

KUGEL medical GmbH & Co. KG

Hermann-Köhl-Straße 2A
DE - 93049 Regensburg


Telefon  0941 – 20 86 48 0
Telefax  0941 – 20 86 48 29


info(at)kugel-medical.de


Aktuelles

Neueinstufung Formaldehyd - was Sie jetzt beachten müssen!

28-09-15: 

Seit der Neueinstufung von Formaldeyhd als krebserregend (karzinogen) und keimzellmutagen (erbgutverändernd) durch die Europäische Union, wurden wir wiederholt von unseren Kunden gefragt was diese Neueinstufung speziell für die Pathologen bedeutet.

 

Da Formaldehyd bisher als krebsverdächtig eingestuft wurde, waren die Grenzwerte für Arbeiten mit Formaldehyd, 0,3 ml/m³ bzw. 0,37 mg/m³ und der Kurzzeitwert für die kurzfristige Spitzenbelastung von 0,74 mg/m³ lediglich als Richtwerte zu verstehen, die jedoch nicht bindend waren.

 

Was ist durch die Neueinstufung zu beachten?

Die Neueinstufung hat dazu geführt, dass diese Grenzwerte nun eingehalten werden müssen, d.h. bei sämtlichen Arbeiten mit Formaldehyd bzw. Formalin muss darauf geachtet werden, dass die oben genannten Grenzwerte in Deutschland eingehalten werden. Diese Werte wurden bereits im März 2015 in die Technische Regel für Gefahrenstoffe (TRGS) 900 mitaufgenommen und veröffentlicht. Bitte informieren Sie sich welche Arbeitsplatzgrenzwerte künftig in Ihrem Land eingehalten werden müssen.

 

Zusätzlich sollte, wie durch den Bundesverband der Pathologen e.V. in einem Infoschreiben vom 17. August an seine Mitglieder empfohlen: "... auf das eigenständige Ansetzen von 4%-iger Formalinlösung aus 37%-iger Stammlösung für eigene Zwecke oder als Bereitstellung für die Einsender dringend verzichtet werden. Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang die Umstellung auf gebrauchsfertige 4%-ige Formalinlösung für eigene Zwecke und die Bereitstellung von durch geeignete Lieferanten konfektionierte, formalingefüllte Probengefäße für die Einsender. Dadurch wird die Formalin-Belastung der betroffenen Arbeitsplätze innerhalb der Pathologien deutlich verringert, da kein Kontakt mit 37%-iger Formalin-Stammlösung besteht."

 

Die Kennzeichnungspflicht bezieht sich in erster Linie auf die chemische Industrie, d.h. Herstellern von Formaldehyd, welche ihre Formalin- und Formaldehydgefäße nun mit den neuen Gefahrensymbolen kennzeichnen müssen. Bitte beachten Sie, dass, wie im Schreiben vom Bundesverband der Pathologen e.V. erklärt, Sie jedoch durch das Bereitstellen von formalingefüllten Probengefäßen dem Hersteller gleichgestellt sind. "In diesem Fall müssen die Pathologien den Einsendern ein Sicherheitsdatenblatt mitliefern (siehe auch Fachartikel in der Ausgabe 01-2011 der Patho.) Es ist also bereits jetzt erforderlich jedem Einsender ein aktuelles Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung zu stellen. Dabei ist auch dringend darauf zu achten, dass die zur Verfügung gestellen formalingefüllten Probengefäße seit dem 01.06.2015 nur noch mit den neuen Gefahrensymbolen gekennzeichnet werden dürfen. D.h. alte Aufkleber mit den nicht mehr gültigen Gefahrensymbolen zur Kennzeichnung der Probengefäße dürfen nicht mehr verwendet werden!"

 

Die neuen Grenzwerte treten zwar "erst" zum 01.01.2016 in Kraft, aber Sie sollten sich dennoch jetzt schon mit diesem Thema befassen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten, sollten Sie die nun verbindlichen Grenzwerte in Ihrer Pathologie nicht einhalten. Bitte wenden Sie sich schnellstmöglich an den Hersteller Ihrer Absauganlagen, um zu klären welche Grenzwerte in Ihrer Pathologie derzeit eingehalten werden.

 

Wir möchten an dieser Stelle dem Bundesverband der Pathologen e.V. sowie Herrn Prof. Dr. Eickmann, Leiter des Fachbereichs Gefahrstoffe/Toxikologie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrspflege (BGW) für die Klärung der Fragen danken. Weitere Informationen zur Neueinstufung von Formaldehyd erhalten Sie hier im Fachartikel auf der Website des BGW.




Beispiel eines neuen Etiketts für ein formalingefülltes Probengefäß



« zurück

© conceptnet